• Karina

Wie unsere Ängste unser Aufräumverhalten beeinflussen - Mit 4 Fragen leichter Loslassen

Die letzten Tage hat mich die allgemeine Erkältungswelle ganz schön ans Bett gefesselt. Vielleicht geht es Dir genauso: nach dem absoluten Tiefpunkt kommt bei mir oft die Zeit, zu der ich mich noch nicht ganz fit fühlen, aber hier und da Lust bekomme, etwas Kleines in Angriff zu nehmen.


Und was lag da nicht näher, als mir mal wieder meine Medikamentenbox vorzuknöpfen?


Welche Produkte sind abgelaufen? Für welche habe ich in der Zwischenzeit ein für mich viel stimmigeres Ersatzprodukt gefunden?


Hier erzähle ich Dir also nichts großartig Neues, was jedoch beim Sortieren passiert ist, erstaunte mich wirklich sehr: Diese Erkältung hat mich an einen Zeitpunkt vor 5 Jahren erinnert, als ich eine wirklich hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung für viele Wochen mit mir herumschleppte. Aus dieser Zeit sind noch einige an Nasensprays übrig geblieben, da ich aus Verzweiflung wirklich alles ausprobiert hatte auch Kortinson-Präparate, die ich beim besten Willen nie mehr einnehmen möchte. All das trat beim Sortieren nun wieder zu Tage. Mein rationaler Verstand sagte mir ganz klar: Weg damit! Trotzdem kam der altbekannte Gedanke auch in mir auf:

Was, wenn Du sie irgendwann noch einmal brauchen solltest?


Hier durfte ich mich wieder an die unglaubliche Kraft des Aufräumens erinnern: Wir lassen nicht nur Gegenstände los, sondern es tauchen auch unterschwellige Ängste auf. Sie sagen Hallo, hier bin ich wieder, auch wenn Du mich in die letzte Ecke verbannst, irgendwann komme ich dann doch wieder durch! Diese Krankheit machte mir damals sehr zu schaffen, durch sie konnte ich wochenlang meinen Beruf nicht mehr ausüben, das ging an die Existenz. Was wenn dies wieder passiert?


Es geht natürlich nicht um dieses einen Nasenspray, es wäre leicht wieder nachzukaufen. (Wobei die Summe der Gegenstände, die wir aus Angst behalten dann doch wieder dazu führen können, dass am Ende alle Schubladen und Schränke vollgestopft sind.) Viel bedeutender zu erkennen ist jedoch, dass ich mit dem Festhalten von Gegenständen, die symbolisch für eine Angst oder Furcht vor der Zukunft stehen, ich genau dieser Angst Kraft und Raum geben. Ich für mich persönlich möchte jedoch eine Zukunft voll bester Gesundheit, fit und kraftvoll. Wir lassen also nicht nur Gegenstände los, sondern können uns auch kraftvoll von vielleicht noch verborgenen Ängsten verabschieden. Und so fokussierter in eine freudige Zukunft starten.


Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft? Welche Gegenstände verbindest Du mit Deinen Ängsten und halten Dich daher von dieser Zukunft ab? Dürfen diese Dinge Dein Zuhause nun endlich verlassen?


Wenn Du das nächste Mal beim Aussortieren über so einen "Angsthinweiser" stolperst, hebe ihn noch kurz auf und beschäftige Dich in einer ruhigen Minute anschließend mit ihm. Für welche Angst steht er genau? Welcher Glaubenssatz steht dahinter? Ist diese Angst wirklich begründet?


An einem Gedanken festzuhalten bedeutet zu glauben, dass er wahr ist, ohne ihn zu überprüfen. Und es sind nicht unsere Gedanken, aber unser Festhalten an unseren Gedanken, die Leiden verursachen. - Byron Katie -

Für diese Fälle gibt es eine wirklich kraftvolle Übung, sie stammt von Byron Katie und ihrer Methode "The Work" Ihr Ziel ist es, mithilfe einfacher Fragestellungen Glaubenssätze zu verbalisieren, infrage zu stellen und umzukehren.


Beantworte mit Blick auf diese Angst folgende 4 Fragen am besten schriftlich:


  • Ist diese Geschichte, die Du mit diesem Gegenstand verbindest und Dir erzählst wirklich wahr?

  • Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass dies wahr ist?

  • Wie reagierst Du, was passiert mit Dir, wenn Du diesen Gedanken glaubst?

  • Wer oder Was wärst Du ohne diesen Gedanken?


Anschließend formulierst Du Deinen Glaubenssatz ins Positive um und findest mindestens 3 Argumente, die diese neue Einstellung zu diesem Thema untermauern!

Ich bin bei bester Gesundheit!

Die Nasensprays und Tabletten sind deshalb bei mir in die Restmülltonne gewandert. Denn ich bin bei bester Gesundheit und ohne diesen Gedanken bin ich frei, es lässt sich leichter leben und ich blicke in eine Zukunft voller bester Gesundheit!


P.S. Hier noch ein wichtiger Hinweis: Arzneimittel sollten niemals über das Abwasser entsorgt werden, damit die Bestandteile nicht in der Umwelt aktiv sein können und so zum Beispiel unerwünschte Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben.

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